基尔世界经济研究所-联合经济预测:大流行推迟上升人口增长放缓(英文)-2021.4-86页_2mb
报告摘要
Zusammenfassung der Gemeinschaftsdiagnose #1-2021: Pandemie verzögert Aufschwung – Demografie bremt Wachstum
Core Content
Die Gemeinschaftsdiagnose #1-2021 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie analysiert die kurzfristige und mittelfristige Entwicklung der Welt- und deutschen Wirtschaft sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Wirtschaftswachstum. Die Arbeit wurde von mehreren renommierten Wirtschaftsforschungsinstituten erstellt, darunter DIW Berlin, ifo Institut, KOF ETH Zürich, IfW Kiel, IWH Halle und RWI Essen, in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien Wien.
Main Points
1. Weltwirtschaftliche Entwicklung und Prognose
- 2020: Die globale Produktion sank um 3,6 %, vor allem aufgrund der Pandemie.
- 2021: Die Weltproduktion wird um 6,3 % wachsen, nach einer erheblichen Erholung in Ostasien und den USA.
- 2022: Eine weitere Zunahme um 4,1 % wird erwartet, was auf eine stärkere Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivität hindeutet.
- Handel: Der weltweite Warenhandel wuchs 2021 um 8,2 %, 2022 voraussichtlich um 3,4 %.
- Finanzpolitik: Die expansiven Finanzpolitiken, insbesondere in den USA, stützen die Konjunktur.
- Geldpolitik: Die Zentralbanken halten die Leitzinsen niedrig, um die Erholung zu fördern. In den USA wird eine Toleranz für Inflation über 2 % bis zu einer Zeit erwartet, in der die Pandemie unter Kontrolle ist.
2. Entwicklung der deutschen Wirtschaft
- 2020: Die deutsche Wirtschaft verzeichnete einen deutlichen Rückgang im ersten Quartal, gefolgt von einer Erholung im zweiten Halbjahr.
- 2021: Der Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird um 3,7 % steigen. Die Erholung wird vor allem durch starke Exporte und eine Rückkehr zur Normalität im Inland gestützt.
- 2022: Die BIP-Zunahme wird auf 3,9 % prognostiziert, was auf eine Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivität und die Rücknahme von Einschränkungen hindeutet.
- Industrie vs. Dienstleistungen: Die Industrie erholte sich schneller als die Dienstleistungssektoren, die durch Kontaktbeschränkungen stark beeinträchtigt wurden.
- Konsumentenverhalten: Der private Konsum war während der Pandemie stark eingeschränkt, wobei die Ersparnisbildung die Kaufkraft der Haushalte stützte.
3. Öffentliche Haushalte
- 2021: Ein Defizit von 159 Mrd. Euro wird erwartet, was 4,5 % des BIP entspricht.
- 2022: Das Defizit wird auf 59 Mrd. Euro (1,6 % des BIP) sinken, da die Ausgaben für Impfungen und Tests reduziert werden.
- Haushaltspolitik: Die staatlichen Hilfsmaßnahmen und Kreditprogramme trugen maßgeblich zur Stabilisierung der Wirtschaft bei, wobei die Insolvenzen vorübergehend angestiegen sein werden, sobald die staatliche Unterstützung endet.
4. Demografischer Wandel und Wachstum
- Problemstellung: Der demografische Wandel, insbesondere die sinkende Bevölkerungszahl und das Alter der Bevölkerung, wird als zentrales Hindernis für das Wirtschaftswachstum in Deutschland angesehen.
- Rentenversicherung: Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters wird als Maßnahme zur Stabilisierung der Staatsfinanzen und zur Erhöhung des Arbeitspotenzials vorgeschlagen.
- Arbeitskräfte: Die Arbeitskraft wird voraussichtlich um 26.000 Personen im Jahr 2021 und um 539.000 im Jahr 2022 zunehmen, wobei die Erholung der Arbeitsmarktdynamik langsamer verläuft als erwartet.
- Produktionspotenzial: Die Produktionskapazitäten werden bis 2024 durchschnittlich um 1,1 % unter dem Vorkrisenniveau bleiben.
Key Information
- Prognose für 2021: BIP-Zuwachs von 3,7 %, Defizit der öffentlichen Haushalte von 4,5 %.
- Prognose für 2022: BIP-Zuwachs von 3,9 %, Defizit der öffentlichen Haushalte von 1,6 %.
- Wachstumshemmnisse: Die Pandemie verzögert die Erholung, während der demografische Wandel das langfristige Wachstum bremst.
- Finanzierungssalden: Die Finanzierungssalden der privaten Haushalte und Unternehmen sind positiv, insbesondere in den USA.
- Inflation: Die Inflationsrate steigt 2021 auf 2,4 % (seit 13 Jahren nicht mehr so hoch), 2022 wird sie auf 1,7 % sinken.
- Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote wird im Jahr 2022 voraussichtlich auf 5,4 % sinken, da die Einschränkungen der Pandemie gelockert werden.
Main Risks and Opportunities
Risiken
- Pandemie: Weitere Wellen und Mutationen könnten die Erholung verzögern.
- Insolvenzen: Die Anzahl der Insolvenzen könnte nach Ende der staatlichen Hilfsmaßnahmen stark ansteigen.
- Demografie: Die Alterung der Bevölkerung und der Rückgang der Arbeitskräfte beeinträchtigen das Wachstum langfristig.
Chancen
- Kaufkraft der Haushalte: Die aufgestaute Kaufkraft der privaten Haushalte könnte zu einem Konsumschub führen.
- Expansive Wirtschaftspolitik: Die Kombination aus expansiver Finanzpolitik und hohen Ersparnissen kann eine stärkere Wirtschaftsleistung ermöglichen.
- Einschränkungen der Pandemie: Die Lockerung der Schutzmaßnahmen im Sommerhalbjahr wird eine kräftige Erholung der Wirtschaft ermöglichen.
Conclusion
Die Gemeinschaftsdiagnose betont, dass die Pandemie die wirtschaftliche Erholung verzögert, während der demografische Wandel langfristig das Wachstum in Deutschland beeinträchtigt. Die Institute erwarten eine deutliche Erholung im Jahr 2021 und 2022, vorausgesetzt, die Pandemie wird unter Kontrolle gebracht und die staatlichen Hilfsmaßnahmen abgeschlossen. Gleichzeitig wird eine Anpassung der Wirtschaftspolitik notwendig, um die langfristigen Auswirkungen des demografischen Wandels zu berücksichtigen und die Stabilität der Staatsfinanzen zu gewährleisten.
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