德国工业战略2030(德文)-2019.2-22页_484kb
报告摘要
Zusammenfassung der Nationalen Industriestrategie 2030
Einleitung
Die Nationale Industriestrategie 2030 wurde von Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, vorgestellt. Sie zielt darauf ab, eine rationale und strategische Antwort auf die globalen Herausforderungen der Wirtschaftspolitik zu geben, insbesondere unter dem Aspekt der Erhaltung und Ausweitung des Wohlstands in Deutschland und der Europäischen Union. Der Fokus liegt auf der Sicherung der industriellen und technologischen Fähigkeiten, um im internationalen Wettbewerb nicht zurückzubleiben.
Zielsetzung
- Die Strategie möchte die wirtschaftliche und technologische Kompetenz, Wettbewerbsfähigkeit und Industrie-Führerschaft auf nationaler, europäischer und globaler Ebene stärken.
- Ein zentrales Ziel ist der schrittweise Ausbau des Anteils der Industrie an der Bruttowertschöpfung auf 25 % in Deutschland und 20 % in der EU bis 2030.
- Der Fokus liegt auf marktwirtschaftlichen Mitteln, wobei staatliche Interventionen nur in Ausnahmefällen und nur vorübergehend in Betracht gezogen werden, wenn andere Optionen unzureichend sind.
Ausgangslage
- Die deutsche Industrie ist eine zentrale Grundlage des internationalen Wettbewerbsvorteils und des hohen Wohlstands.
- Derzeit macht die Industrie 23 % der Bruttowertschöpfung aus und ist in vielen Schlüsselbereichen führend: Stahlindustrie, Chemie, Maschinenbau, Automobilindustrie, Optik, Medizintechnik, GreenTech, Rüstung, Luftfahrt und 3D-Druck.
- Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie wird durch innovative Fähigkeiten und hohe Produktivität sichergestellt. Allerdings wird sie durch globalen Wettbewerb, technologische Fortschritte in anderen Ländern und veränderte Produktionsbedingungen bedroht.
Herausforderungen
- Globalisierung und innovative Prozesse beschleunigen den Wettbewerb und verändern die Struktur der Wirtschaft.
- Wettbewerber wie USA, China und Japan haben bereits frühzeitig auf globale Entwicklungen reagiert und industriepolitische Strategien umgesetzt, um führend zu bleiben.
- Digitale Plattformen und Künstliche Intelligenz (KI) dominieren weltweit und verändern die Wertschöpfungsketten. Deutschland und die EU sind nicht stark genug in diesen Bereichen.
- Innovationstempo hat sich stark beschleunigt, wodurch Entscheidungen schneller und irreversibler werden. Unternehmen, die nicht schnell genug reagieren, verlieren an Bedeutung.
- Basis-Innovationen wie die Digitalisierung, KI, Industrie 4.0, Nanotechnologie, Biotechnologie und Quantencomputing sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Industrie.
Orientierungspunkte einer nationalen Industriepolitik
- Industrielle und technologische Souveränität ist entscheidend, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.
- Geschlossene Wertschöpfungsketten sind von großer Bedeutung, da sie die Wettbewerbsfähigkeit und die Kapazität zur Innovation erhöhen.
- Industriepolitik muss sowohl bestehende Stärken ausbauen als auch Aufholbedarf in Zukunftstechnologien adressieren.
- Mittelstand ist ein zentraler Bestandteil der deutschen Industrie, doch auch sie steht vor Herausforderungen durch Digitalisierung und Technologietrends.
- Große Unternehmen sind notwendig, um weltweit bedeutende Projekte zu realisieren und im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Deutschland hat in den letzten Jahren kaum noch solche Unternehmen hervorgebracht.
Fazit
Die Nationale Industriestrategie 2030 ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der deutschen und europäischen Industrie. Sie betont, dass Marktwirtschaft zwar das Fundament bildet, aber strategische staatliche Eingriffe in bestimmten Fällen notwendig sind, um Wettbewerbsvorteile zu sichern und technologische Schlüsselkompetenzen zu bewahren. Gleichzeitig ist es entscheidend, innovative Technologien wie KI und Industrie 4.0 zu stärken, um nicht von der globalen Entwicklung ausgeschlossen zu werden.
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